
Wann sollte man einen Kaktus gießen?
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Es heißt oft, der Kaktus sei die unsterbliche Pflanze, die man nicht töten könne. Das ist falsch!
Paradoxerweise sterben die meisten Zimmerkakteen durch Ertrinken. Da sie an trockene Umgebungen angepasst sind, speichern sie Wasser in ihrem Gewebe (Sukkulenten), um zu überleben.
Aber „trockenheitsresistent“ bedeutet nicht „wasserfrei“. Hier erfahren Sie, wie Sie die perfekte Balance finden, damit Ihre dornigen Pflanzen blühen.

1. Den Zyklus verstehen: Sommer vs. Winter
Das Geheimnis liegt im Kalender. Ihr Kaktus lebt nicht das ganze Jahr über gleich.
Frühling/Sommer (Wachstum)
Jetzt ist Wachstumsphase. Die Pflanze braucht Wasser! Gießen Sie sie, sobald die Erde trocken ist (bei Hitze etwa einmal pro Woche). Gründlich gießen: Das Wasser sollte den Topf vollständig durchfeuchten.
Herbst / Winter (Ruhe)
Sobald die Tage kürzer werden, geht der Kaktus in die Winterruhe. Sein Stoffwechsel kommt zum Erliegen. Sie müssen das Gießen drastisch reduzieren (maximal einmal im Monat oder bei kühlen Temperaturen ganz einstellen). Wird er im Winter zu viel gegossen, fault er.

2. Wie gießt man richtig, ohne Fäulnis zu verursachen?
Der Körper des Kaktus (der Stamm oder die Blätter) verträgt keine stehende Feuchtigkeit. Wenn man ihn gießt, kann das zu braunen Flecken oder Fäulnis führen.
Die goldene Regel: Zielen Sie auf den Boden, nicht auf die Pflanze. Das Wasser muss direkt zu den Wurzeln gelangen.
Hierfür benötigen Sie Präzisionswerkzeuge.
Das geheime Werkzeug der Sammler
Für kleine Kakteen und Sukkulenten, die in ihren Töpfen dicht gedrängt stehen, ist eine Gießkanne manchmal zu groß. Die Lösung? Eine Gießpipette.
Dadurch kann Wasser tropfenweise genau dort abgegeben werden, wo es benötigt wird, ohne den Pflanzenkörper zu benetzen.
Siehe die Präzisionspipette3. Sollte man einen Kaktus besprühen?
Im Gegensatz zu tropischen Pflanzen benötigen Kakteen keine hohe Luftfeuchtigkeit. Sie haben jedoch einen Feind: Staub .
Zwischen den Stacheln sammelt sich Staub an und verhindert, dass die Pflanze Licht aufnimmt. Ein- bis zweimal im Jahr sollten Sie Ihren Kaktus mit einer Sprühflasche abspritzen, um ihm neuen Glanz zu verleihen. Tun Sie dies am besten morgens, damit er schnell trocknet.

Für einen lebendigen Kaktus
Der Messingsprüher eignet sich ideal, um Ihre Kakteen sanft zu bestäuben, ohne die Erde zu ertränken.
Siehe den Vaporizer4. Die unverkennbaren Anzeichen
Dein Kaktus spricht zu dir, lerne, ihm zuzuhören:
- Wenn die Basis weich, gelb oder schwarz wird: Das ist Fäulnis! Du hast sie zu viel gegossen. Hör auf zu gießen, stell sie in die Sonne und hoffe auf Besserung. Wenn die Basis schwarz ist, ist sie oft verloren.
- Es ist am Verwelken: Es hat Durst! Es zehrt von seinen letzten Reserven. Durch gründliches Wässern (Einweichen) sollte es innerhalb von 24 Stunden wiederbeleben.
- Sie neigt sich zum Fenster: Sie sucht das Licht. Drehen Sie den Topf regelmäßig.
Zusammenfassend
Der Kaktus mag Extreme: viel Wasser auf einmal, dann lange Zeit gar keins. Gießen Sie großzügig, aber nicht zu oft.
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